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Schwarzmeer-Umrundung: Türkei
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Der Nordwesten Anatoliens

Zelt im Nebel

Ich mache mich entlang des Meerbusens Izmet Körf auf der Autobahn Richtung Ankera auf den Weg ins Landesinnere. Es ist schon Nachmittag bis ich schließlich Istanbul hinter mir lasse. In Yenicaga verlasse ich die Autobahn und finde in an dem nahe gelegenen See ein Picknick – Areal, auf dem es sich hervorragend zelten lässt. Der junge Mann, der gerade seinen Imbiss abschließt, bestätigt mir auch: „Camping – no Problem“. Der Nebel verfliegt am nächsten Morgen auch schnell – meine erste Nacht im Zelt in der Türkei auf fast 1000m ist gut überstanden und ein schöner Tag liegt vor mir.

Hügellandschaft bei EskipazarSüt_Misir - dampfende Kessel am WegesrandSüt Misir

Mein Ziel für heute ist die Stadt Safranbolu (UNESCO Weltkulturerbe) und gegen Abend will ich in Amasra sein, einem schönen Städtchen am Schwarzen Meer. Unterwegs fallen mir immer wieder kleine rauchende Öfen mit dampfenden Kesseln am Wegesrand auf. Ich halte an und gehe dem Süt Misir mal auf den Grund. Mit etwas Salz schmecken die gekochten Maiskolben hervorragend!

Auf dem Weg nach SafranboluSafranboluSafranbolu

Bizarre Felslandschaften begleiten mich auf dem Weg nach Safranbolu. Das Städtchen hat ein einzigartiges Ensemble aus Fachwerk- und Holzhäusern. Ich fahre mit dem Motorrad durch die engen Gassen. Als ich stoppe um ein paar Fotos zu machen, guckt ein alter Mann ganz interessiert, aber als er merkt, dass ich den Fotoapperat zücke, ergreift er die Flucht. Seltsam, den später mache ich ganz oft die Erfahrung, dass sich türkische Männer und Jungs gerne fotografieren lassen und mich manchmal extra auffordern doch ein Foto von ihnen zu machen.

SafranboluAmasraSchwarzmeerküste zwischen Amasra und Inebolu

Durch interessante Berglandschaften fahre ich weiter nach Amasra, laut meinem Reiseführer das schönste Dorf an der türkischen Schwarzmeerküste. Noch oben auf der Anhöhe, mit Blick auf das Meer, entdecke ich ein kleines Restaurant mit Garten bis an die steil abfallenden Klippen – es geht bestimmt einige hundert Meter nach unten. Ich trinke eine Cola, will zahlen und weiter, aber der Kellner registriert mich nicht. Zwei Tische vor mir sitzen in dem fast leeren Lokal drei Mütter, deren Kinder sich am Spielplatz tummeln und eine weitere recht attraktive Frau. Plötzlich steht sie auf und bringt mir einen kleinen Teller mit Wassermelonen – ich bin platt. Der Kellner bringt ihnen eine Käseplatte und allerlei Gebäck. Ich sehe wie er auf einem Teller eine kleine Auswahl zusammenstellt. Mit einem verschmitzten Lächeln bringt er den Teller an meinen Tisch.

Fischer in InoboluSonnenuntergang bei CulhaBerge bei Culha

Mein Weg führt mich weiter entlang der kurvenreichen und ständig an- und absteigenden Küstenstraßen in das 140 km entfernte Inebolu. Der Höhenmesser zeigt danach stolze 4900 angesammelte Höhenmeter an. Nach einem Tee an der Uferpromenade fällt mein Blick auf ein Schild mit der Aufschrift „Denize Pensyon“ und ich steuere zielstrebig darauf zu. Kurz bevor ich den Eingang erreiche, stürzt die Ladenbesitzerin von nebenan wild gestikulierend auf mich zu. Mit ein paar Brocken Englisch macht sie mir klar, dass dies keine Pension, sondern ein Mädchenpensionat der nahe gelegenen Schule ist. Also beschließe ich weiter zu fahren und mir einen Übernachtungsplatz in den Bergen zu suchen.



 

Fotoreportagen