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Schwarzmeer-Umrundung: Start mit Hindernissen

16.05. - 20.05.2010

Startklar - die vollgepackte 125er Honda Shadow

Am Mittwoch vor Himmelfahrt ist alles gepackt und trotz kühler 14°C fahre ich gut gelaunt los. Nach nicht mal 10 km fängt das Moped an zu stottern – auch ein Umschalten auf Reserve bringt keine Besserung. Ich quäle mich im Schneckentempo zur nächsten Tankstelle und hoffe, dass mit vollem Tank wieder alles in Ordnung ist. So kann man sich täuschen! Nach weiteren 15 km ist klar dass es was Ernstes ist. Es ist bereits später Nachmittag und keine Motorradwerkstatt in Reichweite. Zerknirscht fahre ich wieder nach hause und mir ist klar, dass ich nun bestenfalls am Sonntag oder noch später loskomme. So etwas passiert immer vor einem Feiertag!

Am Samstag kann ich das Motorrad abholen. Diagnose: Es war Dreck im Vergaser. Vermutlich war ich selbst an dem Defekt schuld, da ich kurz vorher den Luftfilter ausgeblasen hatte und sich dabei wahrscheinlich ein paar Staubteilchen auf die falsche Seite verirrt haben.

Durch die österreichischen AlpenSchnee auf den AlpengipfelnAuftaupause in einer Raststätte in Serbien

Sonntagmittag wage ich den zweiten Versuch. Es ist genauso kalt wie die Tage vorher. Ich ziehe so viele Lagen unter die Motorradjacke, dass sie sich kaum noch schließen lässt. In den Alpen sind die Berge noch gut mit Schnee bedeckt. In Slowenien wird es deutlich wärmer, aber dies ist nur eine kurze Episode. In Serbien erwarten mich stolze 7 °C – und das Mitte Mai! Spätestens nach einer Stunde brauche ich eine Auftaupause in einem der vielen Raststätten entlang des Autoputs. So komme ich aber deutlich langsamer voran als ich mir vorgenommen hatte.

Kurz vor dem Grenzübergang nach Bulgarien entdecke ich einen kleinen Campingplatz. Trotz der kühlen Temperatur soll heute mein Zelt zum Einsatz kommen. Den Wecker hätte ich nicht zu stellen brauchen, denn das Pfauenvolk, das sich auf dem Platz tummelt, beginnt mit Sonnenaufgang sein lautstarkes Konzert.

Gebirgskette in SerbienCampingplatz kurz vor der serbisch-bulgarischen GrenzeCampingplatz-Pfau

Wegen des verzögerten Starts habe ich den direkten Weg nach Istanbul gewählt und Albanien vorerst gestrichen. Falls ich noch Lust habe, könnte ich meinen Rückweg entsprechend wählen.

Die türkische Grenze rückt in greifbare Nähe und ich bin fast wieder in meinem Zeitplan. Seit Sofia ist es merklich wärmer geworden, so dass ich zuletzt gut vorangekommen bin.

 

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