| Schwarzmeer-Umrundung: Bikeshow auf der Krim |
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21.07. - 25.07.2010
Während unserer Wartezeit schwärmt der Österreicher von der Bikeshow in Sewastopol und wie sehr er es bedauere, dass sie leider nicht so lange bleiben könnten. Mir waren entsprechende Plakate schon vorher aufgefallen, aber ich konnte mit dem Begriff „Bikeshow“ nichts anfangen. Jetzt erfahre ich, es ist das größte Motorradtreffen der Ukraine, organisiert von den Nightwolves, einem russischen Motorradclub. Kurzerhand entschließe ich mich, das Spektakel aus nächster Nähe mitzuerleben.
Die Location liegt etliche Kilometer außerhalb von Sewastopol auf einem ehemaligen Industriegelände, welches jetzt eher einem Biotop gleicht. Dort fällt mir Peter auf – ein Schweizer, der seine BMW in den ukrainischen Nationalfarben lackiert und sein Bike auch sonst mit allerlei Extras ausgestattet hat. Er erzählt mir, dass seine Frau von der Krim stammt. In den nächsten Tagen unternehmen wir viel gemeinsam und schließen Freundschaft. Ich war bereits eine Tag vor dem Event auf dem Gelände und beobachte nun das rege Treiben, als Biker aus aller Welt eintreffen. Dabei bekommt man interessante Ansichten vor die Linse und auch so manches historische Gespann. Abends und bis zum Sonnenaufgang am folgenden Morgen war immer Party angesagt. Die Bands wechselten im Drei-Stunden-Rhythmus und manches Mal wurden meine Ohren schon arg strapaziert. Die Stimmung war fantastisch und die Nightwolves haben viele überraschende Highlights eingebaut. Am Samstag Morgen macht das Gerücht die Runde: „Putin kommt.“ Tatsächlich fährt er wenig später mit einer großen Harley vor und inszeniert einen seiner Auftritte, die er so liebt. Anschließend geht es noch auf große Ausfahrt mit Vlatimir Putin an der Spitze. Die zweispurige Straße von Sewastopol nach Jalta wird kurzerhand für ein paar Stunden gesperrt und gehört allein den Bikern.
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